GlücksSpirale
Erfahrungsberichte
für GlücksSpirale
Wer
träumt nicht davon Geld genug zu haben, und ein sorgenfreies Leben zu führen.
Doch Ciao hat nicht genügend Fackelmann- und Las-Ketchup-Kategorien um dieses
Leben zu ermöglichen. Was bleibt einem neben ehrlicher Arbeit oder reich
heiraten noch anderes übrig? Das Glückspiel, jawohl. Und der Marktführer unter
den (legalen) Glückspielanbietern in Deutschland ist der "Deutsche
Toto-Lotto-Block", in dem sich 16 Lotterietreuhandgesellschaften der
einzelnen Bundesländer zusammengeschlossen haben. Neben dem bekanntesten
Produkt, Lotto, bietet der Block die Sportwette Oddset und die Lotterie
"Glückspirale" an.
Das
Prinzip der Glücksspirale ist relativ einfach. Man kauft einfach ein Los mit
einer 7stelligen Glückszahl, und wartet auf die Ziehung. Kein großes Orakeln um
die richtigen Lotto-Zahlen mit Schuhgröße der Oma und Geburtstag vom
Kanarienvogel oder Auswerten von Statistiken über die Ziehungen im Lotto der
vergangenen 100 Wochen. Nein, einfach ein Los kaufen und schon hat man die
große Chance auf Millionen von Euro. Im Gegensatz zum Lotto, was nach dem
Totalisatorprinzip funktioniert und somit die jeweiligen Gewinnsummen schwanken
können, stehen bei der Glückspirale die Auszahlungen fest. Je nachdem, wie viel
Stellen Eurer Losnummer mit der Ziehung übereinstimmen, könnt Ihr Euch über
folgenden warmen Segen freuen:
Klasse
Gewinnzahlen Gewinn
I
1-stellige Gewinnzahl 7,50 Euro
II
2-stellige Gewinnzahl 25,00 Euro
III
3-stellige Gewinnzahl 50,00 Euro
IV
4-stellige Gewinnzahl 500,00 Euro
V
5-stellige Gewinnzahl 5.000,00 Euro
Interessant
wird es dann in den Gewinnklassen VI und VII. Bei sechs richtigen Gewinnzahlen
gewinnt Ihr einen Fernsehauftritt in der SAT1-Show "Die
GlücksSpiral-Show" und könnt dort live an einem Glücksrad einen Gewinn
zwischen 50.000 und 1.000.000 Euro erdrehen. In der Sendung werden immer drei
bis vier Kandidaten gezeigt, der Rest der Gewinner wird im Vorfeld der Sendung
ermittelt und nur über ein Laufband eingeblendet.
Sollten
alle 7 Gewinnzahlen auf Eurem Los übereinstimmen, so könnt Ihr das Thema
Riester-Rente getrost vergessen, denn dann erhaltet Ihr von der Glückspirale
eine monatliche Rente in Höhe von jeweils 6.000 Euro. Und das Ganze hat noch
zwei schöne Nebeneffekte: Erstens wird die Rente ein Leben lang gezahlt, und
zweitens guckt Onkel Spar-Hans in Berlin bei der Rente in die Röhre, da sie
steuerfrei ist.
Die Rente
wird über eine Einlage in Höhe von 1.250.000 Euro an die Schweizer
Rentenanstalt abgesichert. Aus dieser Summe erfolgt die Verrentung. Doch so
ganz ohne Haken ist die ganze Sache doch nicht, denn der Lotto-Block hat sich
ein Hintertürchen aufgehalten: Sollten mehr als 10 Spieler die richtige
Glückszahl haben, wird die Summe von maximal 10 x 1.250.000 Euro anteilig unter
den Gewinnern aufgeteilt. Somit sinkt der Anteil am Gewinn. Doch wenn man
einmal nachrechnet, so ist der Fall recht unwahrscheinlich. Denn in diesem
Falle müssten über 100 Mio. Gewinnlose an einem einzigen Samstag gespielt
werden. Und dies ist vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Glücksspirale
nur die kleine Schwester vom großem Bruder Lotto ist, sollte dieser Fall
wirklich nie eintreten.
Um an den
großen Segen heranzukommen, muss zunächst einmal investiert werden. Pro
Losnummer kostet je Woche 5,00 Euro zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von 0,25
Euro. Zusammen mit dem Schein könnt Ihr dann auch noch an Spiel 77 und Super 6
teilnehmen, welches mit 1,50 Euro bzw. 1,25 Euro zu Buche schlägt. Für das
gesamte Programm ist somit insgesamt 8,00 Euro fällig. Wer nicht jede Woche zur
Lottoannahmestelle gehen möchte, kann auch ein Los über bis zu 5 Wochen
spielen. Die gleiche Losnummer nimmt dann an den wöchentlichen Ziehungen teil.
Im
Gegensatz zu Lotto, wo wöchentlich zwei Ziehungen (Mittwoch und Samstag)
erfolgen, werden bei der Glücksspirale nur einmal in der Woche am Samstag Leute
glücklich gemacht. Die richtigen Zahlen werden am Samstag in der ARD im Rahmen
der Lotto-Ziehung um 19:50 Uhr bekanntgegeben. Daneben könnt Ihr Euch auch
direkt im Internet unter www.lotto.de schlau machen, ob es sich am Montag noch
lohnt aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Aber auch in allen Tageszeitungen
findet Ihr die Glückszahlen meistens neben den Lotto-Zahlen.
Mein
Fazit:
Ich habe
in der Vergangenheit immer regelmäßig Glücksspirale gespielt. Doch bis auf eine
Ausnahme, wo ich damals 61.27 Euro (120.- DM) gewonnen habe, gab es immer nur
Gewinne in der Klasse I, sprich 7.50 Euro. Natürlich ist der Reiz da, auf den
großen Gewinn mit der Sofortrente, doch die Chancen stehen, wie immer sehr
schlecht. Was mir auch nicht gefällt, ist das nochmalige Zocken bei sechs
richten Gewinnzahlen innerhalb der Fernsehshow. Wenn man schon einmal so ein
Riesenglück gehabt hat, sollte man auch direkt richtigen Gewinn erhalten. Und
wenn man sich einmal die Gewinne in der Fernsehshow anschaut, dann liegt doch
der Großteil der Gewinne nach dem Drehen am Glücksrad bei 50.000 Euro. Auf der anderen
Seite zieht die Lotterie durch diesen Modus auch ihren Reiz.
Im
Gegensatz zu Lotto, wo wöchentlich 50 Prozent der Gewinnspielsumme
ausgeschüttet werden, fließen bei der Glücksspirale nur 36 Prozent zurück an
die Spieler, die sog. Auszahlungsquote bei Lotto ist somit höher als bei der
Glückspirale. Doch auf der anderen Seite ist die Anzahl der Gewinner mit 11
Prozent fast 10 mal so hoch als bei Lotto. Also sind die Chancen zu gewinnen,
bei der Glücksspirale viel höher, doch auf der anderen Seite kann man nicht so
viel gewinnen wie bei Lotto.
Ein
weiterer Minuspunkt an der Lotterie ist die Möglichkeit der Abgabe der Lose. Im
Gegensatz zu Lotto, das man heute über verschiedene Dienste wie beispielsweise
www.lotto.de oder www.tipp24.de schon über das Internet spielen kann, ohne je
eine Lottoannahmestelle betreten zu haben, muss man sich bei der Glücksspirale
aufraffen, und den Gang zur Lottoannahmestelle antreten. Für mich war das ein
Hauptgrund, warum ich wieder zu Lotto gewechselt bin. Denn somit bin ich
unabhängig von irgendwelchen Öffnungszeiten der Annahmestellen, und kann bis
kurz vor der eigentlichen Ziehung der Zahlen meinen Tipp über das Internet
abgeben.
Und wenn
Ihr diesmal nicht gewonnen habt, so könnt Ihr doch Euer Gewissen beruhigen.
Denn mit den Überschüssen aus dem Glückspielbetrieb der Lotteriegesellschaften
werden soziale, karitative oder gesellschaftliche Projekte wie beispielsweise
die Denkmalpflege oder Sportförderung unterstützt.
Insgesamt
nutze ich die Glückspirale selber nicht mehr aktiv, da Lotto mit dem Jackpot
für mich den größeren Reiz hat. Nur wenn ich mal in der Prädullie stecke, und
nicht weiß, wie ich jemandem eine Freude machen kann, greife ich gerne auf Lose
der Glücksspirale zurück.